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~Chiang Rai-Akhadorf-1~
Auf unserer Reise durch den Norden Thailands besuchten wir ein Dorf der Akhas.
Die Kinder nahmen gerne unsere Bonbons an, die wir aus Deutschland mitgebracht hatten.
Aus Wikipedia:
Die Akha (auch Aka, auf Thai Ai Ko) sind eines der Bergvölker Südostasiens. Die Akha kamen aus China nach Südostasien, wo sie heute noch in Yunnan verbreitet sind, aber chinesisch als Hani bezeichnet werden.
Hauptsiedlungsgebiet sind die Bergrücken oberhalb etwa 1.000 m in Thailand (in den Provinzen Chiang Rai, Chiang Mai, Lampang, Phrae, Tak und Kamphaeng Phet). Im Jahr 2000 lebten nach einer groben Schätzung rund 50.000 Akha in etwas mehr als 300 Dörfern. Sie stammen nach allgemeiner Auffassung aus dem tibetischen Hochland, sind von dort nach Yunnan gewandert, von wo ein Teil weiter in das nördliche Birma und Laos zog, und seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch Thailand erreichte. Selbst heute noch lässt sich eine Migration nach Thailand feststellen.
Als stolze Vertreter ihrer uralten Stammesriten zeigen sich die Akha resistent gegen Veränderungen der Lebensverhältnisse. Die Sprache Aka gehört zur Sino-Tibetischen Sprachfamilie.
Die Akha leben als Bauern, die Wechselwirtschaft betreiben mit Trockenreis, Weizen, Bohnen, Knoblauch und andere Gemüsesorten sowie Schweine und Wasserbüffel halten. Die Akha betrachten ihre Dörfer als von Geistern bewohnt, man betritt sie durch Zeremonialtore, die anzeigen, dass (außer den Geistern) hier nur Menschen Zutritt haben.
Die Akha sind Anhänger einer animistischen Religion, die Ahnen- und Geisterverehrung umfasst.
Die Kleidung der Frauen ist sehr farbig, sie tragen dazu schwarze Mützen mit Silbermünzen, die sie nur selten ablegen. Die Männer tragen schwarze Hosen mit einer kurzen Jacke, die lose zusammengehalten wird. Die Kleidung besteht aus selbstgesponnener Baumwolle.
In vielen der abgelegenen Dörfern wird auch heute noch Opium angebaut, das insbesondere von den älteren Männern konsumiert wird. Die thailändische Regierung versucht mit Hilfsprojekten, dieses Problem einzudämmen.
Auf Grund ihrer abgeschiedenen Lebensweise sind Akha-Dörfer besonders in Laos oft Ziel von Trekking-Touristen. Hier setzten inzwischen Projekte verschiedener internationaler Entwicklungsorganisationen (bspw. GTZ)zur Einführung von nachhaltigem Tourismus an.
Heutige Probleme und Lösungsansätze
1. Das oben genannte Problem der Identitätslosigkeit ist grundlegend, denn diese Personen haben keine Identität und somit auch keine Rechte. Man sollte dieses Volk einbürgern und den Weg zur Nationalität vereinfachen.
2. Malaria ist weit verbreitet. Da sie früher diese Krankheit nie hatten, wissen sie nicht damit umzugehen und haben auch keine traditionelle Medizin dafür. So stirbt heute 1 Mensch pro Tag an Malaria im Lebensraum der Akha. Die Akha sind verzweifelt und wissen nicht, wie mit dieser Krankheit umzugehen. Bessere hygienische Verhältnisse würden schon einen guten Anfang machen. Doch auch die Unterstützung mit uns bekannten Medikamenten könnte manches Menschenleben retten.
3. Viele stürzen sich aus Verzweiflung in den Konsum von Drogen. Beim Volk der Akha ist des das Opium3 welche selber von den Bauern angepflanzt wird. Auf der nebenstehenden sieht man einen älteren Mann des Akha-Volkes mit einer Opiumpfeife. Doch diese Droge war nicht immer ein Bestandteil ihrer Kultur: Sie wurde erst durch die Kolonialmächte ins Land gebracht, und die Akha haben diese für sich entdeckt, und da die Kolonialmächte ein Monopol darauf hatten, musste man um Opium anzubauen, Geld bezahlen. Es gibt zahlreiche Projekte von Aussenstehenden, die versuchen die Akha von dieser Droge wegzubringen, doch dies gestaltet sich sehr schwierig, denn dieses Volk hat sich den Genuss dieser Droge über Generationen schon angewöhnt.
4. Ein weiteres zentrales Problem ist erst in den letzten Jahrzehnten entstanden: Der Tourismus wurde und wird immer noch stärker in den gebieten der Akha. Klar, es hat auch Vorteile, denn die Akha haben angefangen ihre Produkte zu verkaufen, doch die Nachteile überwiegen. Die Akha-Kultur wird immer wie mehr mit anderen, sehr fremden Kulturen vermischt, und so gehen viele Traditionen verloren. Die Touristen sind ein sehr störender Faktor im Leben der Akha. Es gibt Pläne für die Organisation für nachhaltigen Tourismus in diesem Gebiet, welchem dem Volk wieder Zeit lassen würde, sich auf ihr Leben zu konzentrieren.
5. Immer mehr Akha wenden sich von alten Traditionen und Bräuchen ab. So gehen viele sehr interessante Sachen verloren, welche für die Nachwelt erhalten werden sollten. Es gibt eine Organisation (www.akha.org), welche Geld sammelt, für die Erhaltung der Kultur der Akha. Doch dies ist nur ein kleiner Schritt, denn wir Westeuropäer sollten uns viel mehr um die Bewahrung alter und sehr interessanter Kulturen kümmern.
Allgemein kann man sagen, dass bei den Problemen dieses Volkes noch viel Handlungsbedarf besteht und oft wir aussenstehende Personen für diese Probleme verantwortlich sind. Wir sollten und überlegen, diese Probleme zu bekämpfen und so versuchen, eine wunderbare Kultur zu bewahren.
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